„EndPigPain“: Kampagne gegen das Leiden der Schweine

Auch in Deutschland ist die konventionelle Haltung von Schweinen mit zahlreichen Tierschutzproblemen verbunden. Die europaweite Kampagne „EndPigPain“ will auf die Problematik aufmerksam machen und hat eine Petition gestartet.

Betäubungslose Kastration, Schwänze kopieren, Sauenhaltung im Kastenstand: So sieht das Leben von Schweinen in der konventionellen landwirtschaftlichen Tierhaltung in Deutschland aus. Um das Leiden der Schweine zu beenden, hat der Deutsche Tierschutzbund gemeinsam mit seiner europäischen Tierschutz-Dachorganisation, der Eurogroup for Animals, die Kampagne „EndPigPain“ gestartet. Im Rahmen der Kampagne ruft der Verband dazu auf, eine entsprechende Petition auf www.tierschutzbund.de/endpigpain zu unterstützen. Unterschriften, die für die Petition zum Ende des Schweineleids gesammelt werden, werden die Tierschützer an den Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt überreichen. Der Deutsche Tierschutzbund hat sich mit seinen Forderungen zur Beendigung des Schweineleids auch bereits in einem Brief an den Minister gewandt.

Konventionelle Haltung ist mit Tierschutzproblemen verbunden
„Die konventionelle Schweinehaltung ist auch in Deutschland mit vielen Tierschutzproblemen verbunden“, erklärt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Ferkeln werden routinemäßig die Schwänze kupiert und die Zähne abgeschliffen, männliche Ferkel dürfen noch bis 2019 ohne Betäubung kastriert werden, Sauen leben einen Großteil ihres Lebens eingepfercht in Kastenständen. Das Leid der Schweine muss endlich ein Ende haben. Die Tiere dürfen nicht länger ihren Haltungssystemen angepasst werden, sondern die Haltung muss sich an den Bedürfnissen der Tiere orientieren. Hier ist die Politik als Gesetzgeber gefragt, um mehr Tierschutz schnellstmöglich zu realisieren, auch durch gezielte Subventionierung von tiergerechten Stallsystemen.“

Öffentlichkeit soll sensibilisiert werden
Die Kampagne „EndPigPain“, an der sich verschiedene europäische Tierschutzorganisationen beteiligen, will die Öffentlichkeit für die Eingriffe am Schwein und das damit verbundene Leid der Tiere sensibilisieren. Der Deutsche Tierschutzbund widmet sich zusätzlich einer weiteren, hoch tierschutzrelevanten Problematik: der Haltung von Sauen im Kastenstand. An die Politik selbst stellen die Tierschützer auf nationaler und europäischer Ebene die gezielte Forderung, den Ausstieg aus Manipulationen am Schwein und der Fixierung von Sauen gesetzlich einzuleiten.

Zurück

Cookies ermöglichen die Bereitstellung unserer Dienste, mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weiterlesen …