Tiere sind keine Geschenke

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Tiere sind keine Sache die man umtauschen kann, sondern fühlende Lebewesen. Man sollte sie daher nie verschenken.

Hund, Katze, Meerschweinchen & Co. stehen auf vielen Weihnachtswunschzetteln von Kindern ganz obenan. Trotzdem sollte man Tiere nie verschenken. Die Erfahrung zeigt, dass Kinder häufig schnell das Interesse an ihrem "tierischen Spielgefährten" verlieren. Außerdem stimmt die "Chemie" zwischen Kind und Tier nicht immer. Was ist z.B., wenn die Katze nur faucht statt zu kuscheln? Erwachsene Tierfreunde sind selten erfreut über tierische Überraschungen. Sie fühlen sich eher überrumpelt und mit der dauerhaften Pflege des neuen Schützlings überfordert. Oftmals muss das Tier dann so schnell wie möglich wieder weg. So werden besonders nach den Feiertagen, aber auch im Laufe des neuen Jahres viele unüberlegt verschenkte Tiere in den Tierheimen des Deutschen Tierschutzbundes abgegeben.

Umtausch ausgeschlossen
Andrea Furler-Mihali, Fachreferentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund, erklärt dazu: „Als Überraschungsgeschenk sind Tiere völlig ungeeignet. Wenn man merkt, dass Tier und neuer Besitzer doch nicht so gut harmonieren, dass das Tier mehr Geld kostet oder mehr Arbeit macht, als gedacht, kann man es nicht einfach wieder umtauschen wie einen Pullover oder ein Spielzeug. Auch spontane Urlaubspläne oder einfach die bis dahin unbekannten Anforderungen an eine artgerechte Haltung der Tiere lassen die Freude über das neue Familienmitglied häufig schnell vergehen. Oft bemerken Eltern auch erst zu spät, dass ein Großteil der Versorgung – das Füttern, das Säubern des Geheges oder das Gassi gehen – an ihnen hängen bleibt. „Selbst wenn ein Kind hoch und heilig verspricht, sich um das Tier zu kümmern, muss man als Elternteil immer darauf gefasst sein, einzuspringen. Ein Kind kann und darf nie alleine die Verantwortung für ein Haustier tragen“, sagt Furler-Mihali.

Haustier gemeinsam auswählen
Die Tierschützerin empfiehlt daher, sich im Vorfeld ausführlich zu informieren und sich ein Tier ganz bewusst und in Absprache mit allen Beteiligten zuzulegen. Ein erster Gang lohnt sich dann immer ins Tierheim. Dort warten Tiere jeder Art und jeden Alters auf ein neues Zuhause. Das Know-how und die Erfahrung der Tierpfleger mit ihren Schützlingen können zudem helfen, das passende Tier zu finden. Doch auch wenn die Entscheidung gut überlegt ist - Weihnachten mit all dem Trubel ist nicht der ideale Zeitpunkt für den Einzug eines tierischen Mitbewohners. Wer zu Weihnachten trotzdem etwas „tierisches" verschenken möchte, kann zu guter Ratgeberlektüre über artgerechte Tierhaltung oder zu geeignetem Heimtierzubehör greifen.

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