Krallenpflege bei der Katze – so geht’s richtig
Grundsätzlich sorgt die Samtpfote selbst für die Pflege ihrer Krallen, indem sie diese z. B. draußen an Baumrinden oder zuhause an Kratzbäumen- und pappen abwetzt. Daher ist das Krallenschneiden bei Freigängern und jungen „Stubentigern“ in der Regel nicht nötig. Wenn die Katze jedoch älter wird oder sich, z. B. aus einem gesundheitlichen Grund, nicht mehr so gut und viel bewegen kann, ist das unterstützende Krallenschneiden durchaus von Nöten.
Sollten die Krallen nämlich zu lang werden, kann dies dazu führen, dass die Katze im Teppich hängen bleibt, die Krallen abbrechen und anschließend geschädigt nachwachsen oder in die Ballen einwachsen – eine sehr schmerzhafte Angelegenheit.
Was ist zu beachten?
Wenn Katzenbesitzer die Krallen ihrer Mieze selbst schneiden möchten, ist es ratsam, sich dies einmal vom Tierarzt zeigen zu lassen. Zudem braucht es die richtige Ausrüstung: eine Krallenschere oder einen Krallenknipser. Es darf auf keinen Fall eine Nagelschere für Menschen benutzt werden!
Beim Krallenschneiden ist es wichtig, dass die Katze entspannt ist. Hier ist es von Vorteil, wenn man sie bereits in jungen Jahren behutsam daran gewöhnt hat, sich an den Pfoten berühren zu lassen. Denn um an die Krallen zu gelangen, muss man sanft auf die Ballen und die Oberseite der Pfote drücken – das mögen viele Katzen nicht und reagieren ungehalten oder flüchten. Anschließend stutzt man vorsichtig den hornigen Teil an der Krallenspitze. Wichtig: Nicht ins Mark schneiden, denn dort befinden sich Nerven und Blutgefäße.
Es blutet – und jetzt?
Wenn man beim Stutzen doch zu tief schneidet und es leicht blutet, helfen ein Blutstillstift oder ein Stück Kernseife, um die Blutung zu stoppen. Sollte es länger und stärker bluten, muss der Tierarzt aufgesucht werden. Derlei Unfälle sollten natürlich vermieden werden; deswegen lieber einmal mehr den Tierarzt aufsuchen, wenn man unsicher ist oder die Katze sich wehrt.