Zum Weltkatzentag am 8. August
Die Situation der Straßenkatzen spitzt sich in Deutschland seit Jahren immer weiter zu. Unbemerkt von einem Großteil der Öffentlichkeit hat sie sich zu einem der größten Tierschutzprobleme des Landes entwickelt. „Das Leid der Straßenkatzen ist in Deutschland weniger sichtbar, aber nicht weniger dramatisch”, erklärt Dr. Dalia Zohni, Fachreferentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund. „Die meisten Straßenkatzen hierzulande sind sehr scheu. Ihr Leben, das von Hunger, Krankheiten und einer unkontrollierten Vermehrung geprägt ist, spielt sich weitestgehend im Verborgenen ab. Viele der Tiere sterben früh, Kitten werden oft nur wenige Wochen alt.”
Wo Straßenkatzen hier leben
Während Straßenkatzen in Urlaubsländern sichtbar und meist zutraulich durch Straßen, Restaurants und Hotelanlagen streifen und bei Touristen um Futter betteln, leben sie in Deutschland auf verlassenen Gehöften, Firmengeländen, Friedhöfen, Schrebergärten sowie Bauernhöfen. Sie alle stammen ursprünglich von nicht kastrierten Freigängerkatzen aus Privathaushalten ab. Seit Jahren fordert der Deutsche Tierschutzbund deswegen eine bundesweite Kastrationspflicht für Freigängerkatzen.
Die sachkundige Betreuung der Millionen von Straßenkatzen, die kein Zuhause haben und oft auch in keines vermittelt werden können, liegt meistens in den Händen von Tierschutzvereinen und -heimen. Sie richten Futterstellen ein, fangen die Tiere, lassen sie kastrieren und tiermedizinisch versorgen, um ihr Leid wenigstens etwas zu lindern. Nichtsdestotrotz ist es ein Kampf gegen Windmühlen.
Der vollständige Katzenschutzreport mit aktuellen Umfrageergebnissen und Hintergrundinformationen steht auf der Website der Kampagne „Jedes Katzenleben zählt“ des Deutschen Tierschutzbundes zur Verfügung.
Sie möchten auch etwas tun? Hier geht es zur Aufkleber-Aktion #KatzenHelfen. Machen Sie mit!
Quelle: Deutscher Tierschutzbund e.V.