Tiere und die Sonnenfinsternis

Sonnenfinsternis

Für viele Menschen war die – an manchen Orten sogar totale – Sonnenfinsternis am 12. August ein Riesenereignis. Mit Picknickkörben fand man sich schon Stunden vorher ein, wo das Himmelsspektakel besonders gut zu sehen war. Wer keine Brille ergattern konnte, baute sich noch schnell eine Lochkamera aus z. B. einer Chipsdose.

Wenn die Tiere plötzlich schlafen gehen

An Tieren ging die Sonnenfinsternis ebenfalls nicht spurlos vorbei. Durch die plötzlich einsetzende Dämmerung wird ihr Tag-Nacht-Rhythmus durcheinandergebracht. So wird es plötzlich merkwürdig still: Vögel, die üblicherweise am Abend singen, verstummen plötzlich und stellen sich damit auf die einsetzende Nacht ein. Bienen und andere Insekten kehren in ihre Nester zurück. Bei einer Sonnenfinsternis in Simbabwe wurde 2001 beobachtet, dass Schmetterlinge ihre Flügel zur Nachtruhe falteten; stattdessen waren plötzlich Mücken unterwegs und Grillen zirpten.

Zootiere zeigen häufig Zeichen von Stress oder Verwirrung. So wurde bereits bei früheren Sonnenfinsternissen beobachtet, wie z. B. Gorillas in ihren Gehegen wüten und sich Giraffen versammeln und hin und her wiegen. Auch Haustiere merken, dass etwas anders ist als sonst – obwohl sie nicht draußen sind. Viele Hunde und Katzen wirken den ganzen Tag über verändert; manche verstecken sich, wenn es dann tatsächlich losgeht.

Und danach?

Der Höhepunkt einer Sonnenfinsternis hält meist nur wenige Minuten an. Dann wird es Stück für Stück wieder heller, das Tageslicht kehrt zurück. Ein Großteil der Tiere passt sich nun recht schnell an und macht weiter, als sei nie etwas gewesen. Die Vögel singen wieder – Beobachtungen zufolge oft lauter als zuvor.

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