Wer vegan lebt, lebt gesünder
Mitgefühl mit Tieren und der Umwelt zahlt sich aus. Wer sich bewusst dafür entscheidet, auf tierische Produkte zu verzichten, entscheidet sich auch bewusst gegen Massentierhaltung, Tiertransporte und die Ausbeutung der Natur. Quasi nebenbei verbessert eine vegane Ernährung die Entzündungs- und Alterungssignale im Körper, wie eine Studie des Uni-Zentrums Naturheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg und der University of California San Diego zeigt.
So lief die Studie ab
Nach einer einwöchigen einheitlichen Ernährungsphase teilten die Forscher für die Studie 48 gesunde Erwachsene in zwei Gruppen ein. 24 Personen aßen vier Wochen lang ausschließlich vegan, die anderen 24 hingegen besonders fleischreich. Vor und nach dem Testzeitraum entnahmen die Wissenschaftler Blutproben, um festzustellen, wie sich die Ernährungsweisen auf rund 800.000 Stellen auf der Oberfläche der DNA auswirkten.
Die Ergebnisse belegen eindeutig, dass eine vegane Lebensweise nicht nur in ethischer Hinsicht vorzuziehen ist: In der veganen Gruppe zeigten sich nach Abschluss des Versuchs mehrere deutliche Veränderungen im Erbgut. So waren die Signalwege stärker aktiviert, die die Insulinwirkung, Zellreparatur, Stressreaktionen und gesundes Altern positiv beeinflussen. Auch das Immunsystem wurde angeregt; mehrere Parameter deuteten auf weniger Entzündungsreaktionen hin.
Die Autoren der Studie sprechen nun von messbaren Veränderungen, die schon eine Ernährungsumstellung über einen Zeitraum von nur wenigen Wochen mit sich bringt. Im nächsten Schritt sollen nun größere Studien zeigen, wie sich diese Veränderungen über einen längeren Zeitraum weiterentwickeln, auch im Hinblick auf Therapien und Behandlungen.